Australian Shepherd
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Der Welpe als Zweithund:

 

Mehr Hundehaltung ist "in". Was zu beachten ist, wenn sie ein Welpen zu einem älteren Hund gesellen wollen, erläutert Hundetrainer Rolf C. Franck im Interview.

Wie man ein Welpen als Zweithund dazu nehmen will: gibt es da einen idealen Altersabstand?

Die Grundregel ist, dass der ältere Hund aus dem gröbsten raus sein muss, es sollte also mindestens ein Jahr alt und gut erzogen sein. Wenn Sie aber vermeiden möchten, dass beide Hunde gleichzeitig alt geworden und irgendwie kurz hinter einander sterben, dann sollten Sie einen größeren Abstand wählen.

 

Gibt es eine Altersobergrenze?

Nein, im Gegenteil, wir erleben oft, dass die älteren neben einem Welpen regelrecht aufblühen. Wichtig ist, dass sie die beiden in den ersten Monaten immer beaufsichtigen, wenn sie zusammen sind. Nur so können Sie verhindern, dass der Welpe den Senioren malträtiert, auch wenn es lieb gemeint ist. Die Eltern sind nämlich oft selber zu nett und nicht in der Lage, den Welpen zu erzielen. Die Folge ist, dass der erst und entweder sich depressiv zurückzieht ohne dass ihm irgendwann die Hutschnur platzt unter den Welpen unangemessen zurecht weiß. Danach kann es sehr schwer sein, das Verhältnis der beiden wieder zu kitten. Achten Sie daher von Anfang darauf dass der Welpe den älteren Nichten auf.

 

Woran merkt man, dass es dem Älteren zu viel wird? In geschlossenen Räumen kann das zum Beispiel sein, dass er den Kopf weg dreht oder gähnd. Das bedeutet, dass er keinen Kontakt mehr wünscht. In dem Fall sollten Sie die beiden trennen. Das kann durch verschiedene Räumlichkeiten sein, oder aber auch durch eine Hausleine das ist ein etwa 1,20 m langes Seil, das ins Geschirr ein gehackt wird. Die Hausleine darf der Welpe nur unter Aufsicht tragen. Steuern können Sie auch, indem sie den jungen Hund dafür belohnen, dass er den Ältere nicht belästigt. Wenn Sie sich unsicher sind, stellen Sie sich vor Menschenkinder vor sich zu haben. Sie würden ihrem sechsjährigen auch nicht all alles erlauben, z.B. das er zu ihrem zwölfjährigen ins Zimmer geht, um auf dessen Computer herum zu spielen.

 

Was raten Sie in Sachen Körbchen- und Fütterungsmanagement?

Generell gilt, dass es immer ein Körbchen mehr als Hund im Haushalt geben sollte. Bei der Fütterung empfiehlt es sich, ein festes Ritual einzuführen. Keinesfalls dürfen sie dulden, dass ein Hund den anderen von dessen abverkauft oder gar Weg knurrt. Dazu kann es sinnvoll sein, den Welpen einzuleinen oder Hunde räumlich getrennt zu füttern.