Australian Shepherd
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Warum das Hundeleben manchmal langweilig sein muss  

und warum auch ein Hund lernen muss, mit Frust umzugehen
   der Feind eines glücklichen und ausgeglichenen Hundeleben ist die Langeweile oder etwa nicht? Ja, grundsätzlich sollte ein Hund gut ausgelastet und beschäftigt worden. Aber das bedeutet nicht, dass in seinem Leben nicht auch dazu Langeweile sein muss, denn nur so kann er zu einem entspannten Partner des Menschen werden

Langeweile und gemeint? So ist das Leben eben

erinnern Sie sich kurz an ihre Kindheit: da war es ihnen sicher oft langweilig und sie mussten Dinge tun, auf die sie in dem Moment sicher gar keine Lust hatten. Aber es war wichtig, diese ungeliebten Situationen zu ertragen, denn die haben ihn dabei geholfen, das Leben später viel entspannter zu sehen.

Beispiel: in der Schule musste man zuhören auch wenn es gerade mal nicht so interessant aber am Esstisch blieb man sitzen, bis alle fertig waren auch man lieber wieder direkt ins Kinderzimmer gerannt wäre, um weiter zu spielen. Und der Mensch ärgere dich nicht Spiel haben die Erwachsenen einen auch nicht immer gewinnen lassen und man hat dann die ein oder andere Träne aus Wut und Enttäuschung vergossen. Alles das sind Situationen die ein Kind frustriert. Doch es kann lernen, dass dieser kurzzeitige Frust vorübergeht. Und im besten Fall lohnt es, dass es viel entspannter ist, nicht gleich zu explodieren, Sondersituation gelassen gegenüberzutreten.

Frustrationstoleranz macht das Leben einfacher.

Menschen, die tiefen entspannt sind, haben eine hohe Frustrationstoleranz. Langeweile, Orgie oder Anspannung warfen sie nicht gleich aus der Bahn. Und so wird ein Leben, in der Gesellschaft erst möglich, denn jeder muss sein Ego mit all seinen Wünschen hin und wieder hinter anstel in der Schlange an der Kasse warten, obwohl man sich am liebsten vordringen würde, stundenlang auf einer gespertten Autobahnen stehen, einen Korb von der angebeteten bekommen und sogar eine Kündigung des Shops entgegennehmen. Wer gelernt hat, mit frustrierten Dingen umzugehen, der wird solchen Situation locker tragen oder aber wenigstens nach einiger Überlegung versuchen eine angemessene Lösung zu finden.

Auch unten tut es gut, Frust zu ertragen

Hunde sind große Egoisten: Sie möchten in erster Linie das tun und haben was ihnen gut tut. Dahinter steckt kein böser Wille, sondern ein natürliches Verhalten. Doch genau wie Kinder müssen Hunde lernen, dass nicht jeder ihrer Wünsche erfüllt wird, dass es manchmal etwas dauert und dass es auch mal unangenehm im Leben sein kann. Von Geburt an haben Hund dafür wenig Verständnis darum liegt es an uns Hundehaltern dem Hund im vernünftigen Maße beizubringen, sich zu gedulden und nicht gleich durchzudringen, wenn mal nicht nach seiner Pfeife getanzt wird. 

Kann ein Hund nicht mit frustrierten Situationen umgehen zeigen sich häufig folgende Verhaltensweisen

Leinen Aggressionen, in die Leine beißen oder daran ziehen

übermäßiges anspringen von Menschen

ständiges bellen in langweiligen oder besonders aktiven Situationen

fippen oder bellen, wenn etwas nicht nach seinen Willen geht

Hyperaktivität, Nervosität und Schreckhaftigkeit

fehlende Konzentrationsfähigkeit

ständiges verfolgen des Hundehalters und nicht alleine bleiben können

Eifersucht oder bellen bei fehlender Beachtung oder Ablenkung des Halters

wichtig: der Frust muss erträglich bleiben:

bevor man sich nun daran macht die Frustrationstoleranz des Hundes zu fordern, sollten Sie sich vor Augen führen, dass ein Übermaß an Frustration schädlich ist. Ein Hund der sich ständig langweilt oder seine angeborenen Rasseneigenschaften dauerhaft unterdrücken muss, wird entweder mit Aggression oder körperlichen Symptomen reagieren. Es geht hier also wirklich nur darum, einige unangenehme Alltagssituation zu ertragen, nicht aber, dauerhaft unterdrückt, ruhiggestellt oder ignoriert zu werden!

Auch sollte die Geduld Ihres Hundes nicht überstrapaziert, sondern angepasst werden. Hat ihr Hund schon einige Stunden allein zu Hause verbracht, sind sie dann mit ihm angeleint spazieren gegangen und haben in dabei lange bei Fuß laufen lassen, sollten Sie sich nicht auch noch abends verlangen, dass er nun 3 Stunden im Restaurant brav unter den Tisch legt und sich nicht rührt. So viel Selbstbeherrschung auf einmal sollten Sie nicht erwarten.

Seien Sie ein Vorbild in Gelassenheit

damit der Hund Frust gut ertragen lohnt, sollten Sie mein gutes Vorbild sein: Bleiben Sie selbst in angespannten Situationen so locker wie möglich und überschreite dies auf ihren Hund. Und vor allem dann, wenn ihr Hund sich lautstark beschwert dass ihm die Situation gerade so gar nicht passt heißt es: entspannt bleiben und sich nicht beirren lassen. Das ist nicht immer ganz einfach, weil uns Hundeliebhabern so schwer fällt dem Hund etwas zuzumuten.

Beispiel: ihr Hund zu lernen, in seinem Körbchen liegen zu bleiben, während der etwas ängstliche Besuch kommt. Wenn die Bestände daran denken wie viel Liebe er doch gerade durch die Wohnung rennen würde, wie herzzerreißend sein Gejammer ist und dass er doch so gern von Fremden geklaut wird, dann macht es ihr Mund besonders schwer. Denn er spürt ihr Unbehagen zieht ihre Blicke laut, dass auch sie die Situation scheinbar blöd finden. Und das ist keine gute Voraussetzung dafür, dieses einfach zu ertragen.

Trainingsmöglichkeiten gibt es immer und überall

sie müssen gar nicht besondere Erziehungsübung mit ihrem Hund durchgehen, um seine Frustrationstoleranz zu fordern. Den Möglichkeiten dazu gibt es im Alltag sehr viele.

Bin schiebt sich ihr Hund in den Mittelpunkt? Wann verlangt derbe sparsam oder man wird der ungeduldig? Das sind genau die Situation in den sie zukünftig von ihrem Hund Geduld verlangen.

Diese Möglichkeiten haben sie im Hundealltag:

- Sie beenden das Spiel: ihr Hund könnte noch stundenlang die Frissbee Scheibe bzw. dem Ball hinterherrennen oder Stücken aus dem Wald apportieren? 

- Beenden Sie den Spaß, auch wenn ihr Hund das anders sieht. Er hat sich austoben dürfen, nun sagen Sie dass es genug ist. Ähnlich gehen sie vor, wenn in ihr Hund schon morgens automatisch den Ball vor die Füße wirft, damit sie mit ihm auf der Gassirunde spielen. Dann gibt es aber jetzt immer wieder Runden ohne jegliche Spielzeug. Ihr Hund wird anfangs nicht begeistert sein, aber er wird lernen, dass dies alles nicht das Ende der Welt bedeutet.

Ihr Hund soll nicht selbst verständlich Kontakt zu Artgenossen aufnehmen:

es kann nicht häufig genug betont werden, wie wichtig diese Übung ist: Üben Sie mit Ihrem Hund, dass er nicht zu jedem Hund oder auch Spaziergänger hin reden darf. Natürliches Kontakt zu Artgenossen wichtig, aber es muss nicht ständig sein.

Bestimmen Sie den Liegeplatz:

im Restaurant, im Bus oder aber auch auf dem Gehweg beim Schwatz mit den Nachbarn: Weisen Sie Ihrem Hund einen Platz zu, an dem er liegen bleiben soll. Im Restaurant beispielsweise möchte Hund gerne vor dem Tisch liegen, wo er alles im Blick hat aber leider muss die Kellnerin nun um ihn herum laufen? Oder er würde am liebsten freundlich von Tisch zu Tisch gehen und mal schauen ob es dort etwas Gutes abzustatten gibt? Dann ist das eine perfekte Gelegenheit ihm einen Platz und im Tisch zuzuweisen und darauf zu bestehen dass er dort bleibt es kann sein, dass sie ihn 50 mal wieder daran erinnern müssen, und vorliegen soll auch mit Ruhe und Beharrlichkeit wird es auf Dauer klappen.

Impulskontrolle: so lernt der Hund, dass die Belohnung später kommt

eng verbunden mit der Thematik der Frustrationstoleranz ist die Impulskontrolle. Damit ist gemeint dass der Hund nicht sofort seinen ersten Impuls nachgibt, sondern ansprechbar bleibt und abwägend wie er reagieren soll einige Beispiele:

der Hund möchte einem Kaninchen hinterher, lässt sich auch von seinem Halter abrufen.

Erwartet vor der Küchentür, bis er ein Kommando bekommt, zum vollen fressen abzulaufen.

Aus dem Spiel mit Artgenossen kann der Hund heran zum Halter gerufen werden.

Dies alles sind sehr starke Reize, den der Hund eigentlich sofort nachgeben möchte: jagen und fressen spielen. Aber er hat gelernt, dass ein unterdrücken des ersten Impulses dazu führt, dass er belohnt wird. Dazu sind anfangs ein gutes Timing und viele Leckerlie nötig.

 

So können Sie die Impulskontrolle im Spiel üben:

sie brauchen ein Ball oder ein Lieblingsspielzeug und einige besonders verführerische Leckerchen.

Werfen Sie den Ball einige Male und lassen Sie den Hund hinterherrennen.

Er soll durchaus auf dem Ball fixiert sein und begeistert mitspielen.

Nun machen sie am Hund eine lange Nase indem sie ihm die tollen Leckerchen zeigen. Er darf daran schnuppern, aber keins bekommen so wecken sie in ihm den Wunsch nach den Köstlichkeiten.

Jetzt laufen sie wieder ihren Ball, aber mit etwas weniger Energie von ihrer Seite aus.

In dem Moment, in dem ihr Hund los sprintet, um den Ball zu jagen, rufen Sie ihn zu sich und locken ihn mit dem Leckerchen.

Kehrt dazu ihn zurück, belohnen sie ihn ausgiebig.

Problem: er rennt weiter?

Dann haben Sie vielleicht zu lange gewartet rufen sehen, sobald er sich in Bewegung setzt.

Vielleicht müssen sie auch nur ein Zwischenschritt einbauen: lassen Sie Ihren Hund sitzen, füttern sie ihn aus der einen Hand und warfen sie gleichzeitig den Ball. So lernt er, den Ball fliegen zu lassen, während er gleichzeitig mit seinem Leckerchen beschäftigt ist.

Und: die Leckerchen müssen wirklich gut sein gehört ihr Hund zu denjenigen die sich mit Futter nicht wirklich belohnen lassen, könnten sie auch ein besonders tolles Spielzeug zu Belohnung nehmen! Warfen sie beispielsweise ein Einfall spielt auch in die Einrichtung. Lässt sich ihr Hund dann davon abrufen, wovon sie ihm ein Gummitier mit Quietscchie zur Belohnung in die andere Richtung. 

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Wichtig: Bleiben Sie bestimmt, aber freundlich

Bleiben Sie bei allen Alltags und Trainingssituation stets bestimmt, aber auch gelassen.

Seien Sie mit sich im Reinen, von ihrem Hund nun etwas zu verlangen, was ihm nicht gefällt.

Übertreiben Sie es nicht und wann sie nicht verbissen.

Passen Sie wie immer ihre Erwartungen an die Persönlichkeit und Fähigkeit ihres Tieres an